Ein besonderes Zeugnis

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Ein sehr guter Freund machte mich vor einiger Zeit auf das folgende Zeugnis eines bekannten Predigers aus den USA aufmerksam. Es ist ein starkes Zeugnis davon, wie Gott in einer Gemeinde wirken kann. Der Schlüssel dazu ist denkbar einfach: Wir müssen alles ihm überlassen! Das, was dieser Pastor erlebt hat, ist überall möglich. Mögen Leiter und Pastoren Sehnsucht danach bekommen, Gott so vollmächtig zu erleben. Und mögen sie daran mehr Gefallen haben, als an perfekt funktionierenden Gemeinden, in denen Gott kaum wirkt. Es liegt nur an uns, ob wir Gott auch so erleben oder nicht:

 

„In den 12 Jahren, die ich als Pastor gedient habe, war ich nur in der Lage eine einzige Gemeinde zu dem Grad an Einheit zu führen, den eine neutestamentliche Gemeinde nach meiner Einschätzung haben sollte. Es war dort etwas Normales, dass Wunder geschahen. Übernatürliche Dinge ereigneten sich. In diesen Jahren, 1939 und 1940, war gerade das Ende der großen Depression. Große Mengen kamen sonntagabends zur Kirche.

Damals, 1939, konnte man sich für einen Euro eine Show ansehen, aber keiner hatte einen einzigen Euro. Also kamen die Sünder zur Kirche. Sie füllten die Kirche und den Hof davor. Wir hatten keine Klimaanlage und im Frühling, Sommer und Herbst waren alle Fenster offen. Draußen standen mehr Leute als drinnen. Sie standen dort von 12 bis 15 Uhr. Sie standen bist zur Straße, nur um von Weitem reinzuschauen.

An einem Sonntagmorgen hatte ich eine ganz andere Art von Gottesdienst als am Sonntagabend. Die Versammlung bestand fast nur aus bekehrten Leuten und deshalb hatten wir keinen evangelistischen Gottesdienst, sondern eine Versammlung für Gläubige. Über mehrere Jahre hinweg habe ich in dieser Zeit fast nie gepredigt. Ich habe einfach nur auf der Plattform gesessen und gesagt: „Ich werde dies hier dem Heiligen Geist überlassen. Was auch immer du hast, steh auf und gib es weiter.“

Ich sagte den Leuten: „Wenn du singen möchtest, Wenn du tanzen möchtest, wenn du prophetisch reden oder eine Zungensprache weitergeben möchtest, habe keine Angst, es falsch zu machen, denn wir werden dir helfen und dich ermutigen. Wir werden dir in Liebe helfen und dich nicht kritisieren.“

Weißt du, wir hatten einige der größten Bewegungen, die du je in deinem Leben gesehen hast. Manchmal haben wir gesungen und Gott gelobt. Dann waren wir einfach nur still. Manchmal gingen diese Treffen bis ein oder zwei Uhr nachmittags. Es gab Zeiten, da saßen wir für 45 Minuten oder anderthalb Stunden einfach nur da – und keiner bewegte sich. Wir hatten keine Kinderräume oder irgendwelche anderen Räume für so etwas im Gebäude.

Aber ich habe gesehen, wie die Kraft Gottes gekommen ist – der Heilige Geist kam in seinen Tempel – die Salbung kam – und dann war dort eine heilige Ehrfurcht. Das war keine Furcht wie vor einer Schlange oder einem Tornado. Aber diese heilige Ehrfurcht kam über uns. Niemand sagte dann ein Wort. Nicht einmal ein Kind hat geschrien. Man konnte eine Stecknadel fallen hören. Es war so, dass man Angst hatte, sich zu bewegen. Die Herrlichkeit kam herein. Die Atmosphäre war so dicht, dass man sich ein Stück herausschneiden und mit nachhause nehmen konnte.

Da war ein Mann, der seine Frau immer zur Gemeinde brachte. Dann fuhr er in die Stadt. Später am Nachmittag kam er dann, um sie abzuholen. Eines Tages fuhr er auf den Parkplatz, aber konnte niemanden sehen oder hören. Deshalb stieg er aus dem Auto aus und ging zu einem Fenster.

Später sagte er: „Ich wusste, dass alle da drin sein mussten, weil alle Autos auf dem Parkplatz standen. Aber ich dachte, hat vielleicht die Entrückung stattgefunden?“

Er hatte erwartet, durch das Fenster hereinzuschauen und einen leeren Raum zu sehen. Aber er schaute herein und alle saßen dort. Er kam herein und setzte sich in eine hintere Reihe. Wir saßen dort für weitere 10 Minuten und keiner sagte ein Wort. Plötzlich fing er an sich zu schütteln, während er einfach nur dort hinten saß. Dann stand er auf und kam nach vorne, während er am ganzen Körper zitterte. Er fiel vor dem Altar nieder und schrie zu Gott.

Niemand ging zum Altar, um für ihn zu beten. Wir saßen einfach alle da. Ich sagte: „Gott hat es angefangen; Lassen wir es Gott auch zu Ende bringen.“ Das ist unser Problem: Wir kommen ihm so oft in die Quere.

Mein jüngster Bruder kam, als er erst 16 oder 17 Jahre alt war, einmal im Sommer zu Besuch zu uns. Aus Höflichkeit kam er mit zu einem Gottesdienst. Er kam mit zu einem dieser Versammlungen von Gläubigen. Plötzlich fing er an sich zu schütteln, während er dort auf seinem Stuhl saß. Er erhob sich und kam zitternd zum Altar. Er wurde gerettet und begann sofort in Zungen zu sprechen. Wir ließen ihn einfach machen – wir haben noch nicht mal für ihn gebeten. Gott hatte es begonnen und wir ließen ihn es auch beenden.

Ich habe gesehen, wie das viele Male passiert ist. Wenn Sünder kamen wurden sie in 99 von 100 Fällen gerettet, ohne dass einer ein Wort zu ihnen gesprochen hätte. Wir sollten solche Manifestationen des Heiligen Geistes immer haben. Es gab sie vor vielen Jahren in der Methodistischen Kirche. In Charles Finneys Versammlungen kam die Kraft Gottes über Sünder und diese fielen zu Boden.

Dieses erstaunlichen und übernatürlichen Dinge ziehen die Aufmerksamkeit der Menschen an. Aber leider habe ich es nicht geschafft, die meisten Gemeinden, in denen ich Pastor war, an diesen Punkt der Einheit zu führen, zu diesem Punkt, an dem der Heilige Geist so floss, an diesen Punkt der Anbetung Gottes. Ich glaube, Gott möchte, dass wir zu diesem Punkt zurückkommen. … “

[zitiert und aus dem Englischen übersetzt aus: Kenneth E. Hagin: Understanding the Anointing, 1983, S. 152-155.]